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Utopia Planitia – Dusiburg Utopia

1. Juni 2017 - Reißbrett

Wir hatten in Duisburg am 1. April einen Trialog. Da hat vieles nicht so geklappt im Vorfeld, wie geplant. Ich hab mit der Idee, da Trialog zu machen im November angefangen. Der @plattenpunk und ich haben uns bereits seit einiger Zeit gegenseitig gefolgt und irgendwann hab ich ihn gefragt, ob er und ich auch mal zusammen ein Bild malen. Da hat er zunächst ja gesagt, aber im Laufe der nächsten Tage gemerkt, dass ich anfange andere dazu einzuladen, es also ernst meine. Zum Beispiel bin ich @filterraum in Trier besuchen gefahren, der mit Sascha auch gerne Trialog machen wollte. Sascha hat es dann zunächst mit der Angst zu tun bekommen, sich aber doch bereit erklärt. Er wollte auch Burger und Kojen bereit stellen. Nachdem im Februar noch immer kein Raum für den Trialog gefunden war, hab ich über Google und Twitter das Syntopia in Duisburg Hochfeld gefunden und kontaktiert. Da gibt es eine Twitterin, die den Laden schmeisst: Trööt (@troeti08), die sehr schnell verstanden hat, was wir wollen und sich dafür eingesetzt hat, dass es klappt.

Wir hatten dann Raum und Termin, und auch genug potenzielle Teilnehmende und dann ging vieles schief: Sascha sind Aufträge weggebrochen so wie ich das verstanden habe und er hatte plötzlich Sorgen und sich daher vom Trialog im Vorfeld verabschiedet. Klaus wollte dabei sein, hat aber keine Übernachtungsmöglichkeit organisiert bekommen. Jens hat es ebenfalls nicht gebacken bekommen dabei zu sein und kurzfristig abgesagt. Der Trialog fand dann nur mit Christoph, Immanuel und mir statt. Ich hab mir voll den Kopf gemacht, dass das sehr enttäuschend wird, auch für unsere Gastgeber im Syntopia. Aber ganz im Gegenteil. Es war total genial. Neben dem Trialog haben Trööt und der Fortune uns bekocht und eine Stadtteilführung gegeben. Ich liebe den Umstand, dass da in Duisburg so viele „Assis“ wohnen, die keine Jobs haben. So schrecklich ein Schicksal auf der langen Bank aus individueller Sicht auch ist: Nichts ist mehr zum kotzen als in einer Stadt zu leben, in der alle genau wissen wie alles zu laufen hat und in der es kein Leben jenseit vorgegebener Bahnen des Erfolgs gibt. Als gebürtiger Münchner weiß ich, wovon ich spreche. Ich konnte mich da mit allen ganz ganz hervorragend unterhalten, die waren alle sehr clever. Zumindest die Leute, die ich da kennen gelernt habe. In Hamburg hat es Jahre gedauert, eine handvoll Menschen zusammen zu sammeln, mit denen ich so offen sprechen kann.

Ich glaube Duisburg ist aufgrund der sozioökonomischen Zusammensetzung perfekt für eine ganz ganz frühe Phase von Gentrifizierung. Viele Jahre, bevor es anfängt ekelhaft zu werden. Deswegen will ich da hin. Da ist Reißbrett und Tabula Rasa. Billige Mieten, Leerstand, Zwangsversteigerungen von Häusern für 30.000 Euro. Ich mag die Menschen und die Sprache. Alte Industriehütten kann man auch immer hervorragend gebrauchen. Alles genial.

 

Ein schönes Objekt für eine potenzielle Crowdfunding Kampagne haben wir bei unserem ersten Besuch dort auch schon gefunden 🙂

Duisburg Villa Kunterbunt

 

Und eine Tafel wartet in Duisburg ebenfalls darauf, erneut bemalt zu werden:

Trialog Duisburg

 

Keine Angst und keine Schuld

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